In ihrem brandneuen Buch beschreibt Nora Eckert, wie aus Initiativen Einzelner, die sich für die rechtliche und soziale Anerkennung ihres transSeins einsetzten, eine kollektive Bewegung wurde. Sie zeichnet nach, wie aus frühen Netzwerken und Selbsthilfegruppen eine Community entstand mit dem Anspruch politischer Selbstvertretung und bundesweiten Beratungsstrukturen, wie wir sie heute kennen und mit welchen Prozessen, Diskursen und Akteurinnen dies verbunden war. Das Buch ist also Bewegungs- und zugleich Emanzipationsgeschichte, eingebettet in die deutsche Gesellschaftsgeschichte, denn in den Kämpfen um Anerkennung ging es stets um zweierlei: um die geschlechtliche Selbstbestimmung und mithin um Geschlechtsmündigkeit, und es ging um die Entpathologisierung von trans* und schließlich um die Übernahme der Deutungsmacht.